Weiterbildung zum Praxisanleiter/-in

(Nach den Empfehlungen der DKG)
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Ausführliche Informationen zur Neuregelung

Nach § 4 Abs. 3 der PflAPrV ist die Befähigung zum Praxisanleiter durch eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindesten 300 Stunden sowie kontinuierlicher, insbesondere berufspädagogischer Fortbildungen im Umfang von mindestens 24 Stunden jährlich nachzuweisen. Personen, die zum 31.12.2019 nachweislich über eine Qualifikation zum Praxisanleiter nach § 2 Abs. 2 AltPflAPrV oder § 2 Abs. 2 KrPfAPrV verfügen, werden Personen mit einer entsprechenden berufspädagogischen Zusatzqualifikation gleichgestellt. Diese Gleichstellung entbindet nicht von der Verpflichtung zu jährlichen Fortbildungen im Sinne von § 4 Abs. 3 S. 1 PflAPrV ab dem 01.01.2020.

Derzeit sind nach dem KrPflAPrV zur Praxisanleitung Personen geeignet, die neben der Berufsqualifikation und mindestens zwei Jahren Berufserfahrung über eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 200 Stunden verfügen.

Die Konkretisierung der berufspädagogischen Qualifizierung der  Praxisanleitung im Rahmen von §2 Abs. 2 AltPfAPrV bleibt den Ländern vorbehalten. Bayern hat davon im Jahr 2011 durch die Schaffung einer Weiterbildung zur Praxisanleitung mit dem Umfang 200 Stunden in der Verordnung zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes (AVPfleWoqG) Gebrauch gemacht.

Darüber hinaus betrachtet das STMGP die Fähigkeit zur Praxisanleitung nach § 2 Abs. 2 AltPflPrV auch dann als gegeben, wenn eine bereits erfolgreich abgeschlossene berufspädagogische Zusatzqualifikation von mind. 120 Stunden durch eine weitere bis zum 31.12.2021 abzuschließende berufspädagogische Maßnahme ergänzt wird, welche letztlich in Summe mindestens 200 Stunden umfassen.

Es fallen somit Personen unter die Bestandsschutzregelung des § 4 Abs. 3 Satz 2 PflAPrV, die eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 200 Stunden zum Stichtag 31.12.2019 erworben haben und oder eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 120 Stunden zum Stichtag 31.12.2019 erworben haben und eine ergänzende berufspädagogische Maßnahme bis zum 31.12.2021 nachweisen können.

Unberührt bleibt die zusätzliche Verpflichtung zu jährlichen Fortbildungen ab dem 01.01.2020.

Personen mit einer Weiterbildung, die die genannte Mindeststundenzahl nicht erreicht, können die Weiterbildungs-Curricula sowie mögliche weitere Qualifizierungsnachweise auf eine zumindest teilweise Anrechnungsmöglichkeit auf eine Weiterbildung gemäß § 92 ff AVPfleWoqG prüfen lassen. Sollte eine (teilweise) Anrechnungsmöglichkeit festgestellt werden, kann sich der Umfang einer bis zum 31.12.2019 zu absolvierenden Weiterbildung im Rahmen der AVPfeWoqG reduzieren. Diese Prüfung nimmt in Bayern jede staatliche anerkannte Weiterbildungseinrichtung vor.


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Informationen zur Teilnahme

Teilnahmevoraussetzungen:

Zur Weiterbildung wird zugelassen, wer über eine Ausbildung als 

  • Krankenschwester und –pfleger
  • Gesundheits- und Krankenpflegerin und –pfleger
  • Pflegefachfrau und –fachmann
  • Kinderkrankenschwester, -pfleger
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, -pfleger
  • Altenpflegerin und Altenpfleger
  • Operationstechnische Assistentin und Assistent
  • Anästhesietechnische Assistentin und Assistent
  • Notfallsanitäterin und Notfallsanitäter
  • Hebamme und Entbindungspfleger
  • Physiotherapeut/-in
  • Medizinisch-technische Assistenzberufe (MTA)

verfügt und eine mindestens zweijährige Tätigkeit in einem der zuvor genannten Berufen vorweisen kann.

Unterrichte:

Drei Module mit insgesamt 300 Stunden Präsenzunterricht.

Praktischer Anteil der Weiterbildung:

Der praktische Teil der Weiterbildung (24 Stunden Hospitation) findet im Rahmen von praktischen Anleitungen, mindestens 16 Stunden in der direkten praktischen Anleitung, unter Begleitung einer Praxisanleiterin mit pädagogischer Zusatzqualifikation von mindestens 200 Stunden, statt.

Leistungsnachweise:

Die Module werden durch je eine Modulprüfung abgeschlossen. Diese Prüfungen bestehen entweder aus einer schriftlichen Klausur oder einer schriftlichen Hausarbeit.

Abschlussprüfung:

Die Abschlussprüfung besteht in der Darstellung und Evaluation einer selbstständig konzipierten und durchgeführten Anleitung. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Evaluation gelegt. Die Teilnahme an der Abschlussprüfung setzt voraus, dass vorher alle Modulprüfungen bestanden wurden und die 24-stündige Hospitation absolviert wurde.

Kosten:

Die Gesamtkosten für diese 30-tägige Weiterbildung können sie unserem aktuellen Bildungsprogramm entnehmen.

Anmeldung:

Bitte reichen Sie folgende Anmeldeunterlagen am Akad. Institut für Gesundheits- und Sozialberufe ein:

  • Anmeldung (1) / Onlineanmeldung
  • Lebenslauf
  • Abschlusszeugnis der Berufsausbildung (2)
  • Erlaubnis zum Tragen der Berufsbezeichnung (2)
  • Nachweis über 2 Jahre Berufserfahrung vor Weiterbildungsbeginn

(1) Bei externen Teilnehmern benötigen wir die schriftliche Zustimmung des Arbeitgebers.

(2)Bei externen Teilnehmern benötigen wir eine beglaubigte Kopie. Bei Mitarbeiter/-innen aus den RoMed Kliniken ist eine Kopie ausreichend.


Fordern Sie bitte weiteres Informationsmaterial in der Pflegedirektion/ Akad. Institut für Gesundheits- und Sozialberufe an!

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