Design Thinking für Schule und Unterricht | Eine Teamschulung fürs Schulteam
„Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung.“ (John F. Kennedy)
Was müssen Lehrende können? Natürlich spannenden Unterricht gestalten, zudem Wissen vermitteln, Schüler und Schülerinnen in deren Persönlichkeit stärken und sie sicher für anstehende Prüfungen machen. Und dabei am Puls der Zeit bleiben, zugleich den eigenen Weg gehen – und bei all dem gelassen bleiben. Bleibt da noch Zeit für Reflexion, Weiterbildung und neue Ideen? Aber sicher!
Teamschulung fürs Schulteam
Wie es gehen kann, zeigte das Team der RoMed Berufsfachschule für Pflege Rosenheim Anfang Juni, das zu einem gemeinsamen Workshop zum Thema „Design Thinking für Schule und Unterricht“ zusammenkam. Wie sich kreative Werkzeuge im Bildungsbereich entwickeln und umsetzen lassen, stand dabei im Mittelpunkt. Hinter dem Begriff „Design Thinking“ verbirgt sich ein Ansatz, bei dem auf flexible und nutzerzentrierte Weise innovative Lösungen für Probleme entwickelt werden. Eine Methode, die von Anfang an diejenigen einbindet, die von diesen Problemen betroffen und an Veränderung interessiert sind. Durch den Tag führte Judith Hantl-Merget und ließ den Teilnehmenden viel freien Raum, schließlich es beim Design Thinking vor allem um Eigenverantwortung.
Kreativ sein und selber Lösungen finden
Das Team der Berufsfachschule – Pädagogen wie auch Mitarbeitende der Verwaltung – sammelte reichlich Themen, die zentral im Schulalltag sind und eine „kreative Neubetrachtung“ verdienen, etwa die Nutzung von digitalen Tools im Unterricht. Es zeigte sich schnell: Jede/r hat etwas zum Thema zu sagen und schildert die eigene Sicht auf die Dinge. Im Falle der digitalen Lerntools teilten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen und ihr Verständnis von „guter digitaler Bildung“. Offenheit, Zuhören und Empathie – diese Werte machen den Design Thinking Prozess aus. Nur so kann am Ende auch etwas „Brauchbares“ entstehen, das im Alltag realistisch umgesetzt werden kann. Bei der Digital-Arbeitsgruppe war es schließlich der Methodenkoffer für digitale Medien, der allen zugänglich gemacht und stetig erweitert werden kann.
Alle in einem Boot
„Dass wir hier in dieser Runde mit dem kompletten Team einen Tag lang praxisnah üben und ergebnisoffen eigene Ansätze für unseren Unterricht entwickeln können, ist unheimlich wertvoll. Jede/r hat eine eigene Sichtweise auf ein Problem und trägt zugleich zur Lösung bei“, so Gloria Markus-Konopka, stellvertretende Schulleiterin. Und sie ergänzt: „Der Schulalltag ist oft eng getaktet, SchülerInnen, der Unterrichtsstoff wie auch das Kollegium erfordern unsere volle Aufmerksamkeit, da tut es gut, sich einmal rausnehmen und Raum für Neues schaffen zu können. Und das gemeinsame Brainstorming bringt die unterschiedlichen Sichtweisen ans Licht und uns als Team noch mehr in Kontakt miteinander“.
Lehrer oder Lehrerin zu sein verlangt besonderes Know-How – fachlich wie menschlich. Jeden Tag werden die Teams in allen Berufsschulen bei RoMed gefordert. Und jeden Tag geben sie ihr Bestes, um junge Menschen in den Gesundheitsberufen solide auszubilden. Um auch künftig diesen Job gut gestalten und mit den anstehenden Herausforderungen wachsen zu können, braucht es Teamtage wie diesen.


